Ökumenische Andacht mit Bergwerkssegen

Unter dem „Friedenslicht aus Bethlehem“ fand eine ökumenische Andacht mit dem Segen für das Besucherbergwerk „Lange Wand“ in Ilfeld statt. Durch diese Bergwerkssegnung unter dem Friedenslicht wurde die Bedeutung von historischer Tradition und moderner, zukunftsweisender Ökumene verdeutlicht. Zum zweiten Mal nahmen auch Glaubensgeschwister der Gemeinde Nordhausen an diesem gemeinsamen Treffen teil. Sie wurden sehr freundlich aufgenommen.

Ilfeld ist ein Bergbau- und Erholungsort am Südharz mit zwei Besucherbergwerken und vielen montanhistorischen Bergbaurelikten. Christlicher Glaube und Harzer Bergbau sind historisch untrennbar verbunden. Ohne die Bitte um Gottes Beistand fuhr früher kein Bergmann in den Berg ein. Heute geht es beim Bergwerkssegen darum, diesen historischen Bergbau zu erhalten und auszubauen.

Eröffnet wurde die Andacht von den Sternsingern der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinden Ilfeld. Der katholische Diakon i.R. Döring ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung und den Zusammenhang zwischen Glauben und Bergbau ein. Im Gebet wurde namentlich der verstorbenen Bergleute des letzten Jahres gedacht. Nach dem gemeinsamen Vaterunser wurden die Anwesenden und das Bergwerk gesegnet und für das neue Jahr um den Segen und die Hilfe Gottes gebetet.

Die Andacht wurde bereichert durch die musikalische Begleitung der evangelischen Ilfelder Organistin Frau Heimrich, die Sternsinger und den Chor der neuapostolischen Gemeinde Nordhausen, der mit passenden Liedern der Veranstaltung eine besondere Note verlieh.

Die Farbtupfer und die Bedeutung dieser Bergwerkssegnung setzten die Bergleute des Nordhäuser Bergmannvereins St. Barbara und den Bergwerkführern aus Ilfeld.

In seinem Schlusswort ging Manfred Kappler, Leiter der Bergwerks- und Wanderführergruppe Ilfeld, auf den alten Namen „Grube Segen des Herrn“ sowie des St. Barbara Stollens im Bergwerk „Lange Wand“ ein.
„Gott schütze unseren montanhistorischen Bergbau und unsere Bergleute, die sich darum bemühen“, betonte Bruder Kappler.

Die Andacht wurde mit dem gemeinsam gesungenen „Steigerlied“ beendet. Bei Kaffee und Gebäck kam man anschließend noch miteinander ins Gespräch.

Dank sagen möchten wir den ca. 40 Teilnehmern, die zu diesem Bergwerkssegen gekommen waren. Ein besonderer Dank gilt allen Mitwirkenden, die diese Andacht im Bergwerk mitgestaltet haben sowie für die Spenden, welche die Sternsinger für Kinder in Afrika bekommen haben.

Text: M.K., A.N.
Fotos: Th.B., A.N.