Ins Herz gesät beim Rosengottesdienst

Wer kennt es nicht – das Gleichnis vom Sämann? (nachzulesen im Matthäus 13; 3-9)

Der Same – das ist Gottes Wort – seine Gnade – die Gebete unserer Mitmenschen. So predigte es Pfarrer Klemens Niemann während des Ökumenischen Gottesdienstes am 29.08.2021 im Sangerhäuser Europa-Rosarium.

Gott lässt uns mit dem Samen etwas zugutekommen. Doch wohin fällt das Samenkorn? Auf den Weg, wo „so ein Vogel“ es vernichtet oder es gar unbeachtet bleibt? Oder auf einen Felsen, wo es nicht viel Erde hat?

Samen kann man bewusst oder unbewusst fallen lassen. Entscheidend ist, dass es am Ende der Same ist, der die Frucht trägt, und nicht der Sämann selbst.

„Ins Herz gesät“ lautet das Kirchenmotto der Bundesgartenschau 2021, in deren Rahmen der Rosengottesdienst stattfand. Ins Herz säen - das bedeutet mittun und mitwirken – sich selbst als Teil im Ökosystem zu begreifen.

Dabei kam im Gottesdienst selbst eine stolze Zahl an Sämännern und Säfrauen zusammen. Zum Lobpreis Gottes und zur Freude der Zuhörer übernahmen der Gemischte Chor und der Posaunenchor unter der Leitung von Kantorin Martina Pohl die musikalische Gestaltung. Abwechslungsreich und dennoch ergreifend waren die Wortbeiträge der „beschäftigten und geschäftigen“ Kirchenverantwortlichen Sangerhausens sowie die gemeinsam gesprochenen Gebete - Psalm 8 im Wechselgebet, die Fürbitten oder das Vater unser.

Tücher schwingend brachte der Tanzkreis zusätzlich Bewegung in das Gottesdienstgeschehen. Und auch die Jüngsten kamen in der „Kinderkirche“ zum Einsatz und schenkten am Ende jedem ihr Herz (geformt aus Salzteig und bunt bemalt).

Viel mehr als nur ein Hinweis am Rande waren der Gebetsbaum für persönliche Anliegen und die Kollekte zugunsten der Initiative Baumpflanzung.

Getreu dem Ökumenischen Motto „Segen blüht auf“ beendeten die anwesenden Kirchenvertreter gemeinsam den Gottesdienst und teilten sich geschwisterlich hinein in die Segenspendung für die versammelte Gemeinde.